Wie Pop Art Deutschland eroberte

Pop Art vom Foto

Pop Art vom Foto

Die ursprüngliche Pop Art bezog seine Motive aus den Massenmedien, der Alltagskultur und dem Konsum. Da Deutschland aber in der Nachkriegszeit keinen Glamour und keine wirklich prominenten Konsummarken hatte, reagierte die deutsche Kunstszene „geschockt“ auf die Kunst aus Amerika und England.

Auch in Deutschland fasste der in den 1950er Jahren in Amerika und in Großbritannien entstandene Pop Art Fuß. Jedoch um etwa 10 Jahre verschoben und mit anderen Schwerpunkten als sein angloamerikanisches Pendant.Foto von einem Hund als Pop Art Leinwand

Foto von einem Hund als Pop Art Leinwand

 

Somit ironisierten die deutschen Künstler kleinbürgerliche Geschmacksideale und die typisch deutsche Gemütlichkeit. Zwar wurde auch auf Konsum und Politik angespielt, jedoch nicht in demselben Maße wie der amerikanische Zweig des Pop Art. Auch wurde ein klarer Schlussstrich zu den abstrakten Kunstarten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezogen. Dies drückten die Künstler dadurch aus, dass sie ganz einfache Gegenstände, wie Schuhe andere Alltagsgegenstände abbildeten. Künstler wie Gerhard Richter, Sigmar Polke, Manfred Kuttner und Konrad Lueg trafen sich im Lokal Creamcheese in Düsseldorf, wo sie ihre Meinung kundtaten und ihre Kunst praktizierten. Von dort aus schwappte die Welle auf Berlin über, von wo aus die Kunst dann ganz Deutschland ergriff.